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Esther Fischer

Kopf des Monats Oktober 2012

In der Strichpunkt Ausgabe 07/2012 stellen wir Ihnen die Heilpädagogin an der Kreisprimarschule Chrüzlibachtal, Esther Fischer, vor.

Esther Fischer ist in Bad Zurzach aufgewachsen und hat dort ihre Schulzeit durchlaufen. Nach der Bezirksschule ging sie weiter an die Kantonsschule in Baden.

Esther Fischer setzte voll auf den Schwerpunkt Mathematik. Als ihr aber bewusst wurde, dass sie nach Aufgabe ihrer langjährigen Leiterinnentätigkeit bei Jungwacht/Blauring Zurzach die Arbeit mit den Kindern vermissen würde, entschied sie sich für den Lehrerberuf. Dies war ein ungewöhnlicher Laufbahnentscheid, da zu jener Zeit eigentlich der Weg über die Diplommittelschule in Wettingen als Vorbereitung zur Lehrerausbildung vorgesehen war.

Esther Fischer machte nach der Kantonsschule ein Praktikum bei einer Kinderkrippe in Untersiggenthal, danach machte sie an der Höheren Pädagogischen Lehranstalt in Zofingen die Ausbildung zur Primarlehrerin 1. bis 5. Klasse. Im Rahmen des Studiums konnte sie diverse Praktikas als Lehrerin absolvieren. In dieser Zeit wohnte sie auch in Zofingen.

Im Jahr 2000 hat Esther Fischer die Ausbildung zur Lehrerin erfolgreich abgeschlossen und konnte direkt die 1. Klasse in Rekingen übernehmen.

Insgesamt arbeitete sie 9 Jahre als vollamtliche Klassenlehrerin und konnte in dieser Zeit Schüler von der 1. bis 4. Klasse unterrichten, je nach Klassenzuteilung.

Nach 9 Jahren wollte Esther Fischer eine neue Herausforderung und machte die Ausbildung zur Heilpädagogin in Basel an der Fachhochschule Nordwestschweiz. Nebenbei durfte sie bereits an der Primarschule Rekingen, jetzt Kreisprimarschule Chrüzlibachtal, als Heilpädagogin arbeiten. Zuerst hatte sie Bedenken, ob das gut klappt – Studium und bereits neu in diesem Beruf arbeiten – aber wenn sie jetzt zurückdenkt, war das eine gute Entscheidung. Sie konnte alles Gelernte vom Studium direkt bei den Schülern anwenden.

Den Lehrerberuf musste sie während des Studiums ganz aufgeben. Das Masterdiplom in Sonderpädagogik (Fachrichtung schulische Heilpädagogik) durfte Esther Fischer diesen Sommer entgegennehmen. Seit diesem Schuljahr arbeitet sie neben der Funktion als Heilpädagogin wieder als Primarlehrerin im Umfang von 7 Lektionen. Besonders interessant findet Esther Fischer 3 Lektionen pro Woche, welche sie im Teamteaching mit anderen Lehrpersonen unterrichtet – das heisst, dass in diesen Lektionen zwei Lehrerinnen eine Klasse gemeinsam unterrichten.

Als Heilpädagogin ist sie für die besonderen Bedürfnisse der Schüler zuständig. Sie hilft mit, die schulischen Anforderungen und den Unterricht den Kindern anzupassen. Bei gewissen Schülern mit ausgeprägten Lernschwierigkeiten oder besonderen Lernstärken werden individuelle Lernziele vereinbart. Sie ist zudem die Schnittstelle zum Schulpsychologischen Dienst oder zur Logopädie und Legasthenietherapie. Die Anzahl der Lektionen für die Heilpädagogin ist abhängig von der Schülerzahl. So werden der Kreisprimarschule Chrüzlibachtal aktuell 14 Lektionen heilpädagogischer Unterricht zugesprochen.

Esther Fischer ist während einigen Lektionen in den Klassen und begleitet dort die Kinder oder sie arbeitet mit einer kleinen Gruppe ausserhalb des Schulzimmers. Zum Teil arbeitet sie auch intensiv mit einem einzigen Kind an dessen Lernzielen. Wichtig sind jeweils immer gute Absprachen mit den Lehrpersonen.

«Der Beruf als Heilpädagogin ist sehr abwechslungsreich. Je nachdem, ob ein Kind, welches von mir individuell betreut wurde, wegzieht oder jemand Neues zuzieht, werden die Lektionen anders über die Klassen verteilt. Die Zusammenarbeit mit den Lehrern in Rekingen funktioniert sehr gut. Wir arbeiten sehr eng zusammen, und es macht Spass, gemeinsam den Unterricht zu gestalten. Auch der Austausch mit dem Schulleiter läuft sehr gut. Ich misse die Arbeit als Vollzeitlehrerin daher nicht. Den Entscheid, die Ausbildung zur Heilpädagogin zu machen, habe ich nie bereut. Im Kanton Aargau sind Heilpädagogen sehr gesuchte Leute. Die Kinder können mit Hilfe eines Heilpädagogen besser individuell betreut werden. Man erkennt oft schneller, wo es brennt, wo Hilfe benötigt wird. Durch das Vereinbaren von individuellen Lernzielen können Kinder entlastet werden. Zum Beispiel können Diktate bei nachgewiesener Legasthenie anders gestaltet und benotet werden, sodass für solche Kinder wieder Erfolgserlebnisse möglich sind. In solch einem Fall besteht kein Nachteil für die Oberstufenentscheide.

Nach 3 Jahren wieder als Primarlehrerin zu arbeiten, war anfangs schwieriger, als ich erwartet hatte – vor allem das Zeitmanagement der Realien-Lektionen fiel mir schwer. Inzwischen bin ich aber wieder voll drin und das Unterrichten gefällt mir sehr», so Esther Fischer über ihre Arbeit an der Kreisprimarschule Chrüzlibachtal.

Bis vor kurzem hat Esther Fischer noch in Laufenburg gewohnt. Jetzt, da sie den Weg zum Studium nach Basel nicht mehr hat, wohnt sie mit ihrem Partner zusammen im ehemaligen Haus ihrer Grosseltern in Schneisingen. In ihrer Freizeit geht sie bei schönem Wetter baden und wandert sehr gerne, im Winter trifft man sie mit dem Snowboard in den Bergen oder beim Langlaufen an. Zudem ist Lesen eine grosse Leidenschaft von ihr. Mit dem Umzug in das Haus der Grosseltern kann sie neu auch die Gartenarbeiten sowie das Bewirtschaften der Apfelbäume und den grossen Umschwung zu ihren Hobbys zählen.

Wir danken Esther Fischer für das nette und spannende Interview und wünschen ihr bei der Arbeit als Heilpädagogin weiterhin viel Freude und Befriedigung sowie für die nächsten beruflichen Ziele viel Erfolg.

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